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Deutschland, 4 Tage

Neues Reiseangebot: Auf den Spuren von Max Reger - Bildungsreise anlässlich des 100. Todestages

Preis p. P. ab EUR:
 340
Einzelzimmerzuschlag in EUR:
 75
Reisenummer:
 DE6P79


  • Programm

    Der außergewöhnliche Komponist Max Reger (1873 - 1916) prägte die Vokal-, Kammer-, Orchester- und Orgelmusik mit faszinierend kühnen Kompositionen wie kaum ein anderer. In Sondershausen lernte er am fürstlichen Conservatorium als Meisterschüler bei dem berühmten Musiktheoretiker Hugo Riemann. In Meiningen leitete und dirigierte er mit ansteckender Begeisterung das damals beste Orchester Europas, die Meininger Hofkapelle. Als Dirigent war Max Reger international gefragt und als Lehrer, u.a. als Universitätsmusikdirektor und Professor am Königlichen Conservatorium in Leipzig (die heutige HMT "Felix Mendelssohn Bartholdy") tätig. Die letzten Lebensjahre verbrachte Max Reger in der Universitätsstadt Jena. In den 1920-er Jahren war er der meist interpretierte deutsche Komponist und prägte maßgeblich die Neue Wiener Schule.

    1. Tag: Abfahrt vom Heimatort in die Musik- und Bergstadt Sondershausen, die im Norden des Bundeslandes Thüringen liegt. Bis zur Reformation und dem Bauernkrieg war die Stadt mit dem Stift Jechaburg das geistliche Zentrum in Nordthüringen. Durch den Residenzstatus entwickelte sie sich über die Jahrhunderte zur Garnisonsstadt und zum Verwaltungszentrum, zur Musikstadt und zum Kulturzentrum. Das bedeutende Loh-Orchester und zahlreiche Musiker wie Max Bruch, Franz Liszt und Max Reger prägen die Stadt bis heute. Kulturelle Höhepunkte sind jährlich die Thüringer Schlossfestspiele und diverse musikalische Aufführungen an Spielorten in der gesamten Stadt. Geführter Stadtrundgang (2 h) durch Sondershausen unter dem Themenschwerpunkt "Wandel durch die Musikgeschichte". Überall im Stadtzentrum findet man Gebäude, die auf die reichhaltige Musikgeschichte hinweisen und teilweise noch als Spielstätten genutzt werden. Hotelbezug für 3 Nächte in Sondershausen.

    2. Tag: Ausflug nach Leipzig (ca. 140 km - ca. 2 h). Während eines Konzertaufenthalts in Karlsruhe empfing Max Reger 1907 seine Berufung zum Universitätsmusikdirektor und Professor am Königlichen Conservatorium in Leipzig. Stadtführung (3 h) entlang der Leipziger Notenspur unter anderem zum Neuen Gewandhaus Leipzig, im Oktober 1981 eröffnet. Aushängeschild des Konzerthauses ist Sighard Gilles Deckenbild "Gesang vom Leben". Am Orgelprospekt ist der Leitspruch "Res severa verum gaudium" (wahre Freude ist eine ernste Sache) angebracht, der das Gewandhaus seit 1781 begleitet. Das Alte Leipziger Gewandhaus wurde im letzten Viertel des 15. Jahrhunderts als zweiflügliges Gebäude an Gewandgäßchen und Universitätsstraße errichtet. Es war Kaufhalle der Tuchmacher und zugleich Zeughaus. Im leerstehenden ehemaligen Bibliotheksgeschoss ließ die Stadt den ersten Leipziger Konzertsaal errichten. Studenten schlossen sich zu Chören zusammen. Dazu gehörte die 1822 gegründete Universitätssängerschaft St. Pauli, die 1907/08 von Max Reger geleitet wurde. Viele musikalische Ereignisse waren eng mit der Universitätskirche verbunden, bis das Gotteshaus 1968 gesprengt wurde. In der Goldschmidtstraße 12 steht das einzige erhalten

    gebliebene Wohnhaus und gleichzeitig Sterbehaus von Felix Mendelssohn Bartholdy. Hier wurde unter anderem das Oratorium Elias vollendet. In der Talstraße 10 verweilte Edvard Grieg von 1876 bis zu seinem Tod 1907 oft in Begleitung seiner Frau, der Sängerin Nina Grieg. Die Musikbibliothek Peters wurde von Max Abraham gegründet, dem Inhaber des Musikverlags C. F. Peters. Eröffnet wurde sie Anfang 1894 in der Königstraße (heute Goldschmidtstraße). Weiter zu dem zu einem Park umgestalteten Alten Johannisfriedhof mit dekorativen Stelen und Grabplatten, als ruhige Oase direkt hinter dem Grassi-Museum gelegen. 1536 bestimmte Herzog Georg diesen Gottesacker zum Begräbnisplatz. Nach ihrer Eheschließung am 12.09.1840 bezogen der Komponist Robert Schumann und die Pianistin Clara Wieck das "Logis Erste Etage rechts" in der Inselstraße. Wichtig in Leipzig war auch das Verlagswesen, das vorrangig im Grafischen Viertel angesiedelt war. Der älteste Musikverlag der Welt ist der 1719 durch B. C. Breitkopf gegründete Verlag Breitkopf. Mittagspause und freie verfügbare Zeit für Unternehmungen in Leipzig. Rückfahrt zum Hotel nach Sondershausen und gemeinsamer abendlicher Ausklang mit Abendessen im Hotel.

    3. Tag: Ausflug nach Jena (ca. 114 km - ca. 1,5 h). An der 1558 gegründeten Universität studierten und lehrten bedeutende Persönlichkeiten, wie Friedrich Schiller. Der Physiker Ernst Abbe und der Unternehmer Carl Zeiss entwickelten in Jena bahnbrechende Produkte der Optik. Geführter Rundgang (2 h) entlang des Collegium Jenense, dem Gründungsort der Universität; des Johannistores mit Pulverturm, des Markplatzes mit dem historischen Rathaus, der Stadtkirche Sankt Michael. Das erste Kirchengesangbuch wurde in Jena gedruckt. Robert Schumann und Max Reger erwarben in Jena ihre Doktorwürde und Franz Liszt musizierte mit seinen Schülern in den Rosensälen. 1915 zog Max Reger nach Jena, von wo aus er einmal wöchentlich für seine Lehrveranstaltungen nach Leipzig fuhr. Weiterfahrt nach Weimar (ca. 22 km - ca. 0,5 h). Mittagspause. Anschließend geführter Rundgang (2 h) durch Weimar; eine Stadt, die als Kulturort klassischer Musik wichtige Epochen erlebt hat. Als Johann Sebastian Bach 1708 nach Weimar kam, begann nicht nur für ihn eine höchst produktive Zeit, auch Weimar gewann an Bedeutung, die mit der Berufung Franz Liszts als Hofkapellmeister viele Jahre später wieder neu belebt wurde. Franz Liszt, der Max Reger nicht nur durch sein virtuoses Klavierspiel beeinflusste, war ebenfalls auch Kapellmeister des Sonderhausener Loh-Orchesters. Bereits bei seinem ersten Aufenthalt in Weimar als Virtuose wurde Franz Liszt mit Dekret vom 2. November 1842 des Großherzogs Carl Alexander zu dessen Hofkapellmeister ernannt. Danach war Liszt zu einem Aufenthalt von drei Monaten pro Jahr im Winterhalbjahr in Weimar verpflichtet, um das Orchester zu leiten. Bis in die heutige Zeit ist das Musikleben eine wichtige Komponente in der Kulturstadt. Während des Rundganges werden die Schauplätze aus Vergangenheit und Gegenwart der Weimarer Musikgeschichte besucht. 16 Uhr Freie Zeit für einen kleinen Bummel durch Weimar. 17 Uhr Rückfahrt zum Hotel nach Sondershausen ( ca. 85 km - ca. 1,5 h). Gemeinsames Abendessen

    4. Tag: Fahrt nach Meiningen (ca. 140 km - ca. 2 h), welches erstmals 982 urkundlich erwähnt wurde und über ein halbes Jahrtausend zum Hochstift Würzburg gehörte. Auf Grund seiner günstigen Lage entwickelte es sich bald zur bedeutendsten Stadt im heutigen Südthüringer Raum. Bekannt wurde die Stadt auch durch eine tiefgreifende Theaterreform unter Herzog Georg II. und eine große Blütezeit der Meininger Hofkapelle unter der Führung bekannter Dirigenten wie Hans von Bülow und Max Reger. Während Max Reger schon 1908 den Posten des Universitätsmusikdirektors wieder aufgegeben hatte, trat er 1911 stattdessen den Posten des Hofkapellmeisters bei der berühmten Meininger Hofkapelle an. Schon lange bevor er dieses Amt übernahm, formulierte er den Satz: "Es gibt nur ein Orchester, das ich haben möchte: Meiningen". Das Max-Reger-Archiv, 1920 von seiner Witwe Elsa Reger gegründet, befindet sich im Schloss Elisabethenburg in Meiningen. Es bewahrt den künstlerischen und persönlichen Nachlass des Komponisten und ist gleichzeitig Begegnungs- und Forschungsstätte für Reger-Freunde und Musikwissenschaftler. 1932 wurde die von ihm inspirierte "Reger-Orgel" in der Meininger Stadtkirche von Erhard Mauersberger eingeweiht. 1947 begründete Elsa Reger weiterhin das Max-Reger-Institut mit der Elsa-Reger-Stiftung, das mittlerweile die weltweit größte Reger-Autographen Sammlung besitzt und bis Ende 1986 alleiniger Träger der Urheberrechte an Regers Werken war. Geführter Stadtrundgang (1,5 h) in Meiningen durch den Englischen Garten; am Meininger Theater vorbei; zu den beiden Stadtkirchen und den alten Fachwerkhäusern, entlang der Bernhardstraße; in den Innenhof von Schloss Elisabethenburg. Besuch des Max-Reger-Archives mit geführtem Rundgang im Schloss Elisabethenburg (1 bis 1,5 h). Antritt der Heimfahrt zum Ausgangspunkt der Reise.

    (Änderungen im Reiseverlauf vorbehalten)

  • Leistungen

    Fahrt und Ausflüge im Fernreisebus mit erfahrenem Fahrer; Unterbringung im guten Mittelklasse-Hotel im Doppelzimmer mit Bad oder Dusche/WC; 3x Frühstück, 3x Abendessen; örtliche, fachkundige Führungen lt. Programm in Sondershausen, Leipzig, Jena, Weimar, Meiningen und Schloss Elisabethenburg in Meiningen, Karten- und Infomaterial.

  • Nicht enthalten

    Trink- und weiteres Eintrittsgeld, Mittagessen, Getränke, persönliche Ausgaben, evtl. Kraftstoffzuschlagerhöhung.