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Gästebuch

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Dagmar Erdmann aus Darmstadt

Dienstag, 29-08-17 10:43

Reisebericht - Georgienreise vom 1. - 11. April 2017 mit Pfarrerin Renate Kluck

Die Organisation durch die Reisemission Leipzig und die Mitarbeiterin Dalia Mahmoud hat prima geklappt, der Kontakt war freundlich und die Unterstützung kompetent und hilfreich.

In Tbilissi angekommen, wurden wir von unserer Reiseleiterin Maka Tsilikurishvili empfangen und durch die Altstadt geführt. Von der Narikala-Festung hatten wir eine wunderbare Sicht über das Tal des Mtkvari, der sich durch Tbilissi schlängelt, und die traditionellen Häuser mit ihren Balkonen und Veranden, auf denen sich in den heißen Sommern das Leben in der Stadt abspielt. Gekrönt wurde dieser Abend vom ersten in einer langen Reihe von Gastmahlen, wir genossen die georgische „Supra“, eine Festtafel voller Köstlichkeiten, so voll, dass es unmöglich ist, leere Teller zurückzulassen. Die georgische Küche ist ein Paradies für Freunde des guten Essens, man könnte fast behaupten, sie vereint die besten Elemente der europäischen, orientalischen und asiatischen Kochkunst, und setzt noch eins oben drauf.
(…)
Die Reise ging weiter Richtung Osten nach Kachetien, dem größten Weinanbaugebiet Georgiens, wo wir auch ein kleines Weingut besuchen und eine Weinprobe machen konnten. Die Georgier sind stolz darauf, dass auf ihrem Gebiet der frühste belegbare Weinanbau betrieben wurde, und viele Legenden ranken sich um dieses Getränk.
(…)
Wir besichtigten auch einige Klöster, von denen das beeindruckendste sicher das Höhlenkloster David Garedscha war: Von einem der „Syrischen Väter“, die im sechsten Jahrhundert nach Georgien kamen und als Einsiedler lebten, gegründet, erreicht man es über eine lange Fahrt über eine Schotterpiste durch die Halbwüste zu dem unteren, noch / wieder bewohnten Kloster, gefolgt von einem halbstündigen Fußmarsch auf einen Bergkamm, auf dessen anderer Seite Aserbaidschan liegt. Die dortigen Höhlen selbst sind nicht mehr bewohnt, aber die Fresken aus dem 10. Jahrhundert zeugen vom einstigen Leben der Mönche in dieser unwirtlichen Gegend.

Einen Blick in die weite Vergangenheit konnten wir dann in der Höhlenstadt Uplisziche werfen, die ungefähr 3000 Jahre alt ist. Dort haben Menschen nach und nach in den harten Stein eine Stadt gehauen, deren Höhlen noch heute vom Reichtum der Einwohner und der Kunst der Steinmetze erzählen: Die Decken wurden zum Beispiel so bearbeitet, dass es aussieht, als würden sie von Holzbalken getragen. Im Gegensatz dazu steht die Höhlenstadt Wardsia, die im 11. Jahrhundert als Verteidigungsfestung in den weichen Sandstein weiter im Westen des Landes gehauen wurde. Dort bestechen nicht die Schönheit und Reste der Kultur der Bewohner, sondern das ausgeklügelte Geheimgangsystem, das im Notfall die Flucht über Hunderte steiler Stufen ermöglichte.
(…)
Die letzte Station auf unserer Reise war Batumi, das „Las Vegas des Schwarzen Meeres“, das in den letzten Jahren als beliebtes Urlaubsziel einen Wirtschaftsboom erlebt hat, voll von Kasinos ist und vor allem im Stadtzentrum glänzt und glitzert. Aber auch ein über hundert Jahre alter botanischer Garten schmiegt sich an die Hänge über der Stadt, und man ist stolz auf die Artenvielfalt, die sich dank des ganzjährig milden Klimas unter freiem Himmel dort hält.

Nach elf viel zu kurzen Tagen ging es dann über Istanbul wieder zurück in die Heimat, die Köpfe und Herzen voll mit Eindrücken, Gedanken und Erinnerungen, und die Bäuche voll mit hervorragendem Essen. Die Reise war toll vorbereitet und wir wurden wunderbar geleitet durch unsere Reiseleiterin Maka Tsilikurishvili, Georgien mit seiner Gastfreundschaft ist eine Reise wert!

Dagmar Erdmann

Pfarrerin Manuela Reißig aus Treuchtlingen

Montag, 28-08-17 09:23

8 Tage Schottland
Edingburg, Highlands, Isle of Skye und Iona
10.-17. Juni 2017

Reisebericht von Pfarrerin Manuela Reißig (bisher 7 Reisen mit der Reisemission durchgeführt)

Mit einer großen Gruppe von insgesamt 37 Personen machten wir uns im Juni 2017 auf den Weg nach Schottland. Unsere erste Station war Edinburgh, wo wir von unserem Reiseleiter Ben auf dem Flughafen herzlich willkommen geheißen wurden. Aufgrund der guten Ankunftszeit am frühen Nachmittag hatten wir dann auch gleich Zeit, die schottische Hauptstadt kennenzulernen. Die erste tolle Überraschung war, dass in Groß Britannien die Museen und Galerien kostenlos sind. Und der Besuch im Nationalmuseum und der Nationalgalerie lohnt sich wirklich. Am zweiten Tag hatten wir dann noch ausführlich Gelegenheit, Edinburgh näher kennenzulernen. Um es kurz zu sagen: Allein schon Edinburgh ist eine Reise wert!
Am dritten Tag ging es dann nach Glasgow. Und auch hier lohnt sich der Besuch des Museums. Auch Reiseteilnehmer, die keine ausgesprochenen Museumsfans sind, waren begeistert! Ja, und dann ging es immer Richtung Norden in die Highlands. Von der Landschaft waren wir begeistert. Man kann gar nicht alles aufzählen, was wir alles gesehen haben. Das lässt sich ja auch im Katalog der Reisemission nachlesen! Unser Reiseleiter Ben führte uns auf humorvolle Art in die schottische Geschichte und Mentalität ein. Und immer wenn wir Ermüdungserscheinungen zeigten, spielte er stimmungsvolle schottische Musik ein (so dass wir uns alle mit CD’s eindeckten, um auch zu Hause in den Genuss zu kommen).
Toll waren die Fährüberfahrten auf die Inseln Mull, Skye und Iona. Besonders gut angekommen sind auch die kleinen Wanderungen, die die Reisemission auf meinen besonderen Wunsch in das Programm eingebaut hatte. Das kann ich nur jedem empfehlen, der mit einer Gruppe nach Schottland fährt! Natürlich darf in Schottland der Besuch einer Whisky Distillery nicht fehlen. Wir waren in der Blair Athol Whisky Distillery in Pitlochry. Zu den CD’s und Schals, die wir alle eingekauft hatten, kam dann auch noch Whisky hinzu.
Im Nun ist eine Woche vergangen. Ein besonderes Geschenk war, dass unser Rückflug von Edinburgh erst um 18:00 Uhr ging. So konnten wir noch fast einen ganzen Tag in Edinburgh in Eigenregie verbringen. Und das bei sommerlichen Temperaturen von 25 Grad. Aber über das Wetter dürfen wir uns nicht beschweren. Bei durchschnittlich 17 Grad und wenig Regen ließ es nicht gut aushalten. Und wer nach Schottland reist, muss eben eine Regenjacke und einen Schirm dabei haben.

Um die Reise mit einem Satz zusammenzufassen: Schottland ist auf jeden Fall eine Reise wert. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren begeistert - und auch das schottische Essen ist besser als sein Ruf! Und die Betreuung durch die Mitarbeiter der Reisemission war wieder einmal ganz hervorragend! Meine nächste Reise mit der Reisemission ist schon in Vorbereitung.

Inge und Gerhard Trini aus Schwaig

Dienstag, 15-08-17 16:00

Die evangelisch-lutherische Thomasgemeinde Schwaig bei Nürnberg begab sich mit insgesamt 28 Personen vom 2. - 6.- August 2017 auf die Spuren Martin Luthers.
Unsere erste Station war Eisenach, verbunden mit einem Besuch der Wartburg. Von dort ging es ins Ahorn Berghotel in Friedrichroda, ein außergewöhnlich, großes, gut geführtes Hotel, das uns noch etwas den „DDR-Charme“ erahnen ließ. Die nächsten 3 Nächte verbrachten wir im deutlich kleineren „Lindner Hotel“ im Nordwesten Leipzigs – einer Oase.
Nach der Stadtrundfahrt und einem kurzen Stadtrundgang brachte uns der Bus nach Grimma, der Stadt, die allen Hochwassern trotzt, und zum Kloster Nimbschen, am Folgetag standen Mansfeld und Eisleben auf dem Programm. Dem Besuch von Wittenberg war der vierte Tag gewidmet, ehe am letzten Tag nach einem Gottesdienst in der Thomaskirche in Leipzig, die Heimreise über Naumburg mit Dombesichtigung angetreten wurde.
Uns „technischen“ Reiseleitern vor Ort wurde die Arbeit sehr erleichtert durch die äußerst zuverlässig und sorgfältig agierende Ansprechpartnerin bei der Reise Mission in Leipzig, Frau Daniela Franke, die auch für die perfekt Gesamtplanung zuständig war.
Die beiden Hotels boten gutes Essen und aufmerksamen Service. Die Gästeführer fielen durchgehend durch ihr großes Engagement für ihre Städte auf, so dass alle Führungen bereichernd, lebendig und sehr persönlich waren.
Von mannigfaltigen Eindrücken erfüllt und beseelt von einer guten Gemeinschaft kehrten wir in unseren Alltag zurück.
Inge und Gerhard Trini

Cornelia Kist aus Röthenbach

Samstag, 12-08-17 15:57

Zu früher Morgenstunde versammelte sich eine Gruppe auffällig gutgelaunter Menschen in der Schwaiger Thomaskirche zur Morgenandacht, um den Reisesegen von Pfarrerin Küffner zu empfangen – Einstieg zur fünftägigen Busreise „Auf den Spuren des Reformators Martin Luther“, die von der Vertrauensfrau des Schwaiger Kirchenvorstands Inge Trini und ihrem Mann vorbereitet und begleitet wurde.
Die Idee dahinter: Was liegt näher, als zum 500-jährigen Jubiläum des Thesenanschlages die Wirkungsstätten Martin Luthers im Osten Deutschlands zu erkunden, seine Heimat kennenzulernen und sich eingehend mit seinem Leben auseinanderzusetzen?
Die Stationen: Eisenach mit Wartburg, Friedrichroda, Leipzig als Stützpunkt, um von dort aus Grimma, Mansfeld, Eisleben und Wittenberg zu besuchen. Den Abschluss bildeten ein Gottesdienst in der Thomas-Kirche in Leipzig und die Besichtigung des Naumburger Doms.
Eindrücke: Ausnahmslos haben sich alle Städte und Städtchen für dieses besondere Ereignis fein herausgeputzt, waren gut organisiert und hervorragend gerüstet, um dem Ansturm der Touristen gerecht zu werden. Auffällig für mich war die gnadenlose Vermarktung Luthers: Sein Konterfei findet sich auf Regenschirmen, Kaffeetassen, Einkaufstaschen, Lutherbrot, Lutherbier; Lutherschokolade wird angeboten, Luther Playmobil-Männchen werben in den Schaufenstern, und es finden sich sogar Luthersocken mit der Aufschrift „Hier stehe ich und kann nicht anders“.
Eigentlich nicht verwunderlich, entwickelte sich doch Martin Luther selbst zu einem der ersten „Medienstars“ seiner Zeit: Seine Ideen fielen auf fruchtbaren Boden und fanden dank der Erfindung des Buchdrucks im 15. Jahrhundert rasche Verbreitung mittels Flugblättern, Schriften und Traktaten. Heutzutage könnten wir Luther sicher auf Facebook und Instagram folgen und seine „Tweets liken“. Mit einem Wort: Martin Luther war eine bekannte Persönlichkeit – auch dank der Portraits, die Lucas Cranach von Martin Luther anfertigte. Die Anmerkungen zu Philipp Melanchton fand ich sehr interessant: Er schien das manchmal heftige Temperament und die derben Sprüche Luthers auszugleichen, war deutlich mehr als sein Sekretär. Unter seiner Mitwirkung stieg die Uni Wittenberg zu Weltruhm auf. Beide schätzten einander sehr.
In Eisenach hingen kreuz und quer durch die ganze Stadt Luthersprüche auf farbigen Fahnen – da wurde einem erst so richtig bewusst, wie sehr Luther die deutsche Sprache geformt, geprägt und bereichert hat. „Bei den Kindern muss angefangen werden, wenn es im Staate besser werden soll.“, „Die höchste Gnade Gottes ist es, wenn in der Ehe die Liebe dauerhaft blüht.“, „Wir kommen nie aus den Traurigkeiten heraus, wenn wir uns ständig den Puls fühlen.“ Sind wir ehrlich, diese Sentenzen haben in 500 Jahren nichts von ihrer Aktualität eingebüßt!
Kunst und Architektur: Mir fiel auf, dass sich alle Städte und Städtchen bemühen, die mittelalterlichen Stadtansichten durch zukunftsweisende Architektur zu ergänzen. Es begann schon mit Bachs Geburtshaus und seinem modernen Museumsanbau, dito in Mansfeld, gegenüber Luthers Elternhaus ein kubistisches Museum. Ähnliches in Eisleben, in Luthers Sterbehaus. Oder in Wittenbergs Universität, im Innenhof Stelen und Würfel, die die einzelnen Fakultäten und Berufe darstellen. Von Leipzig gar nicht zu reden: die neue katholische Kirche Propstei St. Trinitatis, dreieckiger Grundriss, gebaut aus rötlichem Porphyr, das Gebäude mutet sehr leicht und licht an, der Innenraum hell und schlicht (eine Architektur, die mich begeistert). Das Museum der bildenden Künste in Leipzig mit einer riesigen Eingangshalle, moderne Kunst harmoniert mit der großzügigen Architektur, raumbezogene Installationen, der Neubau des von Walter Ulbricht zerstörten Augusteums und Paulinums – sensationell ist dieses fast transparente, bläulich schimmernde Gebäude am Augustusplatz. (…) Ganz besonders gilt es an dieser Stelle dem stets gutgelaunten Ehepaar Trini für die ausgezeichnete Vorbereitung und Reisebegleitung zu danken. Beide wurden nicht müde, „ihre Schäfchen“ vor jeder Busabfahrt zu zählen, sie gingen auf besondere Wünsche ein und sorgten für ein „rundum Wohlfühlpaket“. (...)

Cornelia Kist

Pfarrer Alfred Büchler aus Ulm

Dienstag, 25-07-17 11:28

Liebe Gemeindemitglieder,
schon ist das Jahr wieder „seiner Höhe nah“ und Sie werden möglicherweise bald Urlaubstage genießen. Es möge Ihnen eine Zeit der Erholung und besonderen Erlebens bringen. Unsere Kirchengemeinde hatte vom 23. - 25.6. eine Luther-Pilgerreise nach Erfurt, Wittenberg und Mansfeld unternommen und dabei viel erfahren und erlebt. An einer besonderen Begebenheit wollen wir Ihnen Anteil geben.
Am 23.6. besuchten wir nach einem Aufenthalt in der eindrucksvollen Stadt Erfurt den kleinen Ort Stotternheim, genauer: den Lutherstein. Er markiert eine besondere Zäsur im Leben von Martin Luther. Nachdem er mit dem Grundstudium zu Ende gekommen war und bereits mit dem Jura-Studium angefangen hatte, kam der Tag, der sein Leben veränderte. Und unseres auch.
Es geschah am 2. Juli 1505. Drückende Hitze. Martin Luther zu Fuß unterwegs. Ein schweres Gewitter zieht auf. Blitze schlagen neben ihm ein. Er glaubt, seinem Ende nahe zu sein. In seiner Not ruft er zur Heiligen Anna. Sie ist ihm aus Mansfeld bekannt als Schutzpatronin der Bergleute. Vielleicht hilft sie. „Hilf Heilige Anna, ich will ein Mönch werden!“ Ein Hilferuf und ein Gelübde…
Als ich sah, dass eine ebenfalls große Gruppe asiatisch erscheinender Menschen sich demselben Ziel näherten, bat ich unsere Gruppe: „Lasst uns zuerst da sein…“ Inzwischen vermutete ich bei den näher Gekommenen Japaner, denn alle hatten ihre Photoapparate bereit. Was die wohl hier suchen? Dass Luther für sie auch interessant ist. Aber eigentlich finden die ja alles interessant… Ich lud unsere Gruppe ein, an diesem besonderen Ort zu singen: „Ein feste Burg ist unser Gott…“ Die inzwischen angekommenen Asiaten begannen zu strahlen und…wir staunten! Sie sangen mit. Zwar völlig anderer Text. Aber die Melodie verband und wir bemerkten dankbar und mit großer Freude, dass wir dasselbe singen und wir aus demselben Grunde hier sind.
Sie stellten sich kurz darauf als Gemeindemitglieder einer lutherischen Gemeinde aus Süd-Korea vor. „Pray for us!“ bat uns der mitgereiste Pastor.
„Kairos“ ist, wenn Gott uns ganz plötzlich und unerwartet begegnet. Wir erlebten diese Begegnung am Lutherstein so. Es ist wunderbar, wenn Gott unsere eigenen Gedanken so eigenartig ad absurdum führt.
Ich wünsche Ihnen wohltuende Begegnungen mit Menschen und mit Gott in diesem Sommer, die Ihnen nachhaltig bleiben.

Herzlichst Ihr Pfarrer Büchler

 

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