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Kuba

Kuba, mit Recht oft als "Perle der Antillen" benannt, nimmt in vielerlei Hinsicht eine Sonderstellung unter allen Karibik-Inseln ein. Sie ist die größte, zugleich aber auch die am wenigsten kommerzialisierte. Vor der Revolution Ende der fünfziger Jahre hatten die Amerikaner, begünstigt durch die korrupte Inselregierung (Batista), hier eine beachtliche Infrastruktur ausgebaut. Der Tabloid-Verleger Hearst hatte vorher das imperialistische Feuer angefacht, Dichter wie Hemingway wurden so zu unfreiwilligen Hagiographen. Heute ist Kuba eines der allerletzten staats-sozialistisch geführten Länder der Erde, isoliert - auch von seinen früheren Unterstützern und Freunden. Das Castro-Regime seit 1959 sorgte u.a. dafür, dass Kuba, insbesondere seine Hauptstadt Havanna, auf merkwürdige Weise "eingefroren" wurde. Gebäude, Straßen, wenngleich im Laufe der Jahre verfallend, wurden nicht durch präpotente Neubauten in den Hintergrund gedrückt. So ist Kuba für den heutigen Besucher wie ein geöffnetes Fenster in eine vergangene urbane Periode, uns eine Karibik zeigend, wie sie etwa nach dem Ende des letzten Weltkriegs überall anzutreffen war. Bevor jetzt die "Periode der Transition" - bedingt durch die Annäherung an die USA - zügig in Gang kommt, sollte man mit großer Neugier, mit viel Toleranz und Verständnis das heutige Kuba besuchen, seine Menschen treffen.